July 23, 2014

Rezitationsheft

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Vorwort:
Zen (jap.) / Chan (chin.) besitzt eine eigene Ethik.
Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass man anderen nur helfen kann,
wenn man sich selbst befreit hat.
Die Zuwendung zu anderen Wesen in sorgender Liebe und Solidarität ist dabei
niemandem,
-keinem Gott, keinem Buddha, keiner Religion, Offenbarung oder Lehre –
geschuldet, sondern erwächst aus tiefer innerer Einsicht im Laufe der Zen-
Praxis von selbst.
Wenn der Zen-Praktizierende zur Auffassung kommt, dass alles im Kosmos
miteinander in Verbindung steht, so bedeutet dies für ihn, dass keine real
existierende absolute Grenze zwischen dem einzelnen Übenden und allen
anderen Menschen besteht.
Hieraus folgt die Überzeugung, dass jede schädigende, aber auch jede helfende
Handlung letztlich auf den Verursachenden zurückfällt.
Die Ethik des Zen-Buddhismus kann insofern als „pragmatischer Altruismus“
charakterisiert werden.


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